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Frauenpolitik ist Zukunftspolitik

Am 8. März wird der Internationale Frauentag gefeiert. Weltweit soll an diesem Tag mehr Aufmerksamkeit für die Gleichstellung der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft erzeugt werden. Heute sollten wir deutlich machen, wo es mit den Frauenrechten hingehen soll.

Frauenquoten in Führungsgremien, Mütterrente und das ausgebaute Elterngeld waren wichtig. Wir haben aber noch immer keine gleichen Löhne für gleiche Arbeit, Aufstiegschancen sind nicht gerecht verteilt und Frauen müssen häufig ungewollt in Teilzeit arbeiten.

In der ehemaligen DDR war die Gleichberechtigung früh ein zentrales Ziel. Die gute Kinderbetreuung, das Recht auf gleiche Löhne und das bezahlte Babyjahr waren wegweisend. Wie wertvoll die hohe Beschäftigungsquote von 90 Prozent bei Frauen war, sehen wir heute mit Blick auf die besseren Renten ostdeutscher Frauen. Ich bin stolz auf die Erwerbsbiografien der vielen Frauen aus Ostdeutschland, die ihren eigenen beruflichen Weg gehen konnten.

Gerade im Bundestagswahljahr 2017 müssen wir deutlich sagen, worauf es zukünftig ankommt. Warum sollten wir dabei nicht an erfolgreiche Ansätze der Vergangenheit anknüpfen. Eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, Unterstützung für die Pflege von Angehörigen, Hilfe bei der Rückkehr in den Job und bessere Aufstiegschancen in die Chefetagen. Gerade hier ist nach wie vor die feste Quote sehr förderlich. Frauenpolitik ist keine Sozial-, sondern Zukunftspolitik.